Innertkirchen | 6. September 2021
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Triftkomitee demonstriert mit Fackelumzug

Der eindrückliche Rückzug des Gletschers innert weniger Jahre hat eine einmalige Seen-Landschaft freigelegt, welche geschützt werden muss, finden die Projektgegner des KWO-Projekts, einen neuen Stausee zu bauen.
Das Triftkomitee demonstriert gegen die Ausbaupläne der KWO.
Das Triftkomitee demonstriert gegen die Ausbaupläne der KWO.Foto: zvg

Dominik Siegrist vom Triftkomitee meinte anlässlich des Fackelumzugs am vergangenen Wochenende: «Für die umweltverträgliche Gestaltung unserer Energiezukunft brauchen wir keine neuen Stauseen. Für den Atomausstieg und den Klimaschutz sollten wir auf innovative, zukunftsweisende Technik setzen. Diese ist weitgehend bereit, sodass die Politik nur die Weichen entsprechend zu stellen braucht.»

Alternativen aufgezeigt

In seinem Manifest und in einem Energiegutachten zeigt das Triftkomitee ökonomische und gleichzeitig umweltverträgliche Alternativen der Energieversorgung und Energiespeicherung auf: Neue Wasserkraftprojekte seien auch mit grosszügigen staatlichen Subventionen nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber der heute weit günstigeren Fotovoltaik, heisst es. Diese könne darüber hinaus im bebauten Gebiet dezentral vor Ort überall eingesetzt werden. Geeignete Flächen gebe es genug für den benötigten zusätzlichen Strom für den Ersatz der AKWs, Elektromobilität und Wärmepumpen. Innovative Technologien zur Speicherung der Sommerspitzen für den Winter wie neue Batterietypen und «Power to Gas» seien in der Entwicklung bereits weit fortgeschritten und werden an Effizienz noch weiter zulegen. «Mit der geplanten Investition für einen neuen Stausee in der Trift liessen sich mit Fotovoltaik rund vier Mal so viel Strom erzeugen, davon ein Drittel im Winter. In letzter Zeit mehren sich die Stimmen, welche die Verbauung der letzten unberührten Berglandschaften kritisch sehen», schreibt das Triftkomitee in einer Mitteilung.